Wir haben ein Drittel unseres Lebens hautnahen Kontakt mit einer Schlafunterlage, die man selbst nicht gründlich reinigen kann. Durch natürliches Schwitzen verliert jeder Mensch bis zu 0,5 Liter Flüssigkeit pro Nacht. Diese Feuchtigkeit, sowie im Schweiß enthaltene Salze und Eiweiße, dringen in die Matratze ein und verbleiben dort. Zusätzlich verliert jeder Mensch bis zu 1,5 g Hautschuppen pro Nacht - im Jahr über ein halbes Kilo. Diese bleiben zum Teil in der Matratze und bilden die Nahrungsgrundlage für Hausstaubmilben. Außerdem werden Hautschuppen von Bakterien und Schimmel befallen und verursachen den typischen, muffigen Schlafzimmergeruch.

Wie war das früher?

Über Jahrhunderte wurden als Schlafunterlage Strohsäcke benutzt. Stroh oder Heu wurden mehrmals im Jahr ausgetauscht und der Strohsack gewaschen. Die Schlafräume waren kalt und gut gelüftet. Abgelöst wurden die Strohsäcke durch dreiteilige Matratzen. Diese konnten leicht zum Ausklopfen ins Freie gebracht werden, wo sie Luft und Sonne ausgesetzt wurden. Damit war ein Mindestmaß an Hygiene erreicht.

Matratzen heute

Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Matratzen in einer sehr guten Qualität. Da viele Matratzen aber unhandlich und schwer sind, bleiben sie ein Leben lang im Bettgestell, wo sie kaum abgedeckt und gelüftet werden. Dies hat zur Folge, dass heutige Matratzen im Gegensatz zu früher einen deutlich höheren Gehalt an allergieauslösenden Bestandteilen aufweisen.

Beeinträchtigung der Funktionalität durch zunehmende Verschmutzung

Die Zirkulation gehört zu den wesentlichen Funktionen einer Matratze. Sie soll nicht nur eine weiche Unterlage bilden, sondern auch unseren Körper im Schlaf belüften und für ein angenehmes Schlafklima sorgen. Während wir schlafen, wechseln wir unsere Position mehrmals. Bei diesen Bewegungen können aus der Matratze Staub und Milbenkot mit der Luft austreten und in die Raumluft gelangen. Gleichzeitig verstopft der Milbenkot im Lauf der Zeit die feinen Lüftungsöffnungen der Matratze und der Schlafkomfort leidet.