Wie bei anderen Allergien auch können die Symptome einer Haustauballergie kurzfristig mit Medikamenten wie Antihistaminika, Glukokortikoid-Lösungen oder abschwellenden Nasensprays gelindert werden. Langfristig kann eine Hyposensibilisierung Abhilfe schaffen. 

Grundsätzlich ist die beste Behandlung einer Allergie aber vor allem die Vermeidung des auslösenden Allergens. Bei der Hausstaubmilben-Allergie versucht man daher die Anzahl der Hausstaubmilben stark zu verringern, um so die allergischen Beschwerden mildern zu können.

Tipps & Maßnahmen zur Begrenzung der Milbenpopulation


  • Schlafräume kühl halten (die Zimmertemperatur sollte im Schlafbereich idealerweise nicht mehr als 18 ºC betragen)
  • Halten Sie Ihre Wohnung möglichst trocken, vermeiden Sie Luftbefeuchter und lüften Sie regelmäßig
  • Die Bettdecke am besten tagsüber zurückschlagen, so dass die Matratze nicht den ganzen Tag zugedeckt ist und die nachts aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgegeben werden kann
  • Verwenden Sie Encasings (Milbenschutzbezüge) für Ihre Matratzen, Bettdecken und Kissen. Die Kosten für diese Schutzbezüge werden von einigen Krankenkassen erstattet. Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse
  • Waschen Sie Encasings und Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 ºC.
  • Ein Bett ohne Bettkasten sorgt für eine bessere Belüftung der Matratze und bessere Reinigungsmöglichkeiten. Das Wachstum der Milbenpopulation kann dadurch gemindert werden
  • Tauschen Sie rechtzeitig Ihre Matratzen aus. Aus hygienischen Gesichtspunkten sollten selbst hochwertige Matratzen nicht länger als 10-15 Jahre verwendet werden. Bei Matratzen ohne abnehmbaren Bezug ist ein Austausch nach fünf Jahren empfehlenswert
  • Lassen Sie Ihre Matratzen am besten 1-2mal pro Jahr professionell reinigen
  • Im Schlafzimmer sollten Sie keine Pflanzen aufstellen, da diese die Luftfeuchtigkeit und Schimmelpilzbelastung erhöhen. Schimmelpilze stellen für Hausstaubmilben ebenfalls eine Nahrungsquelle dar.
  • Geben Sie bei Ihrer Wohnungsaustattung Polstermöbeln mit abwischbaren Bezügen den Vorzug. So sind beispielsweise Ledermöbel nahezu vollständig Milbenfrei.
  • Verzichten Sie auf Ventilatoren und Klimaanlagen, da diese den Hausstaub aufwirbeln und weiter in Ihrer Wohnung verteilen
  • Verzichten Sie soweit wie möglich auf Staubfänger wie Teppichböden, Vorhänge, offene Regale und Ähnliches
  • Sofakissen, Stofftiere und ähnliche Gegenstände können entweder für mindestens 24 Stunden in die Gefriertruhe gelegt werden, oder einem zweistündigem Trocknen im Wäschetrockner bei 60 - 80 ºC ausgesetzt werden (bitte überprüfen Sie vorab die Materialverträglichkeit). Beide Maßnahmen töten Milben ab und reduzieren so die Allergenbelastung
  • Behandeln Sie Matratzen, Teppiche und Ihr Sofa regelmäßig mit Milbenspray
  • Achten Sie auf Sauberkeit und reinigen Sie regelmäßig Ihre Wohnung
  • Möglichst Staubsauger mit hoher Saugleistung und milbendichtem Mikrofilter verwenden
  • Hausstauballergiker sollten nach Möglichkeit auf Haustiere verzichten. Haustiere liefern mit ihren Hautschuppen zusätzliche Nahrung für die Milben, erhöhen die Luftfeuchte, wirbeln Staub auf und können selbst allergieauslösend wirken.
  • Heizkörper vor Beginn der Heizperiode von Staub befreien